Wölfe unterliegen in Klosterneuburg – Bergströms 26 Punkte reichen nicht

Die SKN St. Pölten Basketballer mussten sich am Samstagabend bei den BK Karbon-X Dukes Klosterneuburg mit 69:89 geschlagen geben. Ohne den verletzten Leon Bulic hatten unsere Wölfe vor allem unter dem Korb große Probleme. Nach einer schwierigen ersten Halbzeit zeigte das Rudel im dritten Viertel eine Reaktion, konnte die Partie aber nicht mehr drehen. Besonders Hugo Bergström stemmte sich mit 26 Punkten gegen die Niederlage.

Fehlstart und große Probleme unter dem Korb

Unsere Wölfe fanden nur schwer in die Begegnung. Die Dukes erwischten den deutlich besseren Start und setzten unsere Mannschaft von Beginn an unter Druck. Besonders Nico Zeleznik präsentierte sich in starker Form und war von der SKN-Defensive nur schwer zu kontrollieren.

Offensiv wollte zunächst wenig gelingen. Die ersten neun Dreierversuche unserer Jungs verfehlten allesamt ihr Ziel. Klosterneuburg nutzte die schwache Trefferquote konsequent aus und entschied den ersten Spielabschnitt mit 22:13 für sich.

Besonders deutlich machte sich dabei das verletzungsbedingte Fehlen von Leon Bulic bemerkbar. Ohne seine körperliche Präsenz unter dem Korb fehlte unserem Team ein wichtiger Faktor in der Verteidigung und beim Rebound. Die Big Men der Dukes fanden immer wieder gute Abschlussmöglichkeiten in Korbnähe und nutzten ihre Vorteile konsequent aus.

Der SKN versuchte, mit kleineren Aufstellungen und einer Small-Ball-Spielweise gegenzuhalten, fand jedoch zunächst kein passendes Rezept gegen die körperlich starken Gastgeber.

Kurze Aufholjagd – dann ziehen die Dukes davon

Der Start ins zweite Viertel verlief deutlich besser. Unsere Jungs erhöhten die Intensität, fanden offensiv bessere Lösungen und kämpften sich zwischenzeitlich bis auf drei Punkte heran. Für kurze Zeit schien es, als könnte der SKN das Spiel wieder völlig offen gestalten.

Doch die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Mit einem 10:0-Run übernahmen die Dukes erneut die Kontrolle. Zu viele unnötige Fehler und fehlende Konsequenz in der Defensive verhinderten, dass unsere Wölfe den Rückstand dauerhaft verkürzen konnten.

Die Zahlen zur Halbzeit sprachen eine deutliche Sprache: Während Klosterneuburg starke 61,3 Prozent seiner Feldwürfe verwandelte, standen bei unseren Wölfen lediglich drei erfolgreiche Dreipunktewürfe bei 19 Versuchen zu Buche. Auch bei den Rebounds hatten die Gastgeber mit 22:13 klare Vorteile. Dazu kamen 24 Punkte der Dukes in der Zone.

Mit einem deutlichen 32:52-Rückstand ging es schließlich in die Kabinen.

Bergström übernimmt im dritten Viertel

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich unsere Wölfe verbessert. Zwar blieb die Trefferquote aus der Distanz zunächst weiterhin schwach und gegen die konsequente Verteidigung der Dukes fand unser Team nur selten die richtigen Lösungen, dennoch gelang es, offensiv mehr Akzente zu setzen.

Besonders Hugo Bergström übernahm jetzt Verantwortung. Der SKN-Kapitän zeigte sich angriffslustig und erzielte allein im dritten Viertel starke 16 Punkte. Auch Simon Schlögl setzte wichtige Impulse und gehörte zu den auffälligsten Akteuren dieses Spielabschnitts.

Erst gegen Ende des Viertels fanden schließlich auch einige Würfe von außen ihr Ziel. Unsere Wölfe konnten dadurch den Rückstand etwas verkürzen und sich zumindest den dritten Spielabschnitt sichern.

Mit 28:23 ging das Viertel an den SKN. Mit einem 60:75-Rückstand ging es in die letzten zehn Minuten.

Im Schlussviertel geht die Kraft aus

Die Hoffnung, mit einer weiteren Aufholjagd noch einmal Spannung in die Begegnung zu bringen, erfüllte sich allerdings nicht. Nach dem intensiven dritten Viertel schwanden bei unseren Wölfen zunehmend die Kräfte. Offensiv fehlten die nötige Durchschlagskraft und die passenden Antworten auf die Verteidigung der Gastgeber.

Auf der anderen Seite präsentierte sich vor allem Mate Horvath in beeindruckender Wurflaune. Der Klosterneuburger erzielte insgesamt 20 Punkte und verwandelte dabei alle sechs seiner Dreipunkteversuche.

Bei unseren Wölfen war im letzten Abschnitt schließlich die Luft draußen. Die Dukes verwalteten ihren Vorsprung und ließen keinen Zweifel mehr am Ausgang der Begegnung aufkommen.

Mit 89:69 ging der Sieg am Ende verdient an die Gastgeber aus Klosterneuburg.

Die Zahlen zum Spiel

Ein Blick auf die Statistik verdeutlicht die Schwierigkeiten unserer Mannschaft. Während die Dukes insgesamt 42 Rebounds holten, kamen unsere Wölfe lediglich auf 26. Auch die Trefferquote von außen war mit neun erfolgreichen Dreiern bei 37 Versuchen (24,3 Prozent) deutlich zu niedrig, um gegen die Gastgeber bestehen zu können.

Klosterneuburg traf hingegen zehn von 25 Dreipunktewürfen und verwandelte insgesamt 31 seiner 57 Feldwurfversuche (54,4 Prozent).

Bester Scorer unserer Wölfe war Hugo Bergström mit 26 Punkten, fünf erfolgreichen Dreiern und drei Assists. Sean Smith steuerte 18 Punkte, fünf Rebounds und vier Steals bei. Jaylen Bates kam auf 14 Punkte und ebenfalls vier Steals. Simon Schlögl erzielte sieben Punkte.

Bei den Dukes sorgte Mate Horvath mit 20 Punkten und einer perfekten Dreierquote für Aufsehen. Benjamin Blazevic überzeugte mit 17 Punkten und elf Rebounds, während Nico Zeleznik neben seinen 16 Punkten auch sieben Assists verbuchte.

Blick nach vorne: Nächste Herausforderung wartet bereits

Für unsere Wölfe gilt es nun, die Niederlage rasch aufzuarbeiten. Besonders die Schwierigkeiten unter dem Korb, die schwache Trefferquote aus der Distanz und die zahlreichen unnötigen Fehler machten es schwer, gegen die Dukes über längere Phasen mitzuhalten.

Positiv bleibt die Reaktion im dritten Viertel, in dem vor allem Hugo Bergström und Simon Schlögl wichtige Impulse setzen konnten.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht: Bereits am Montag, dem 26. Oktober, wartet mit den Oberwart Gunners die nächste Herausforderung. Um 17:30 Uhr empfängt unser Rudel die Burgenländer im Sportzentrum NÖ in St. Pölten.

Jetzt heißt es, die richtigen Lehren aus der Niederlage zu ziehen und vor heimischem Publikum eine Reaktion zu zeigen.

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