Knappe Niederlage in Spiel 2

SKN St. Pölten Basketball (5) vs. UNGER STEEL Gunners Oberwart (4)

82:86 (20:22; 48:47; 58:63)

Samstag, 20.00 Uhr – bet-at-home Arena, St. Pölten

Nach einer Klatsche in Spiel eins brannten die St. Pöltner im Heimspiel auf die Revanche. Die Oberwarter, die nach dem dominanten Auftaktsieg mit breiter Brust anreisten, leisteten allerdings von Minute eins an Gegenwehr. So blieb es das ganze erste Viertel äußerst knapp und kein Team konnte sich um mehr als vier Punkte absetzen. Zu Beginn des zweiten Abschnitts stand es 22:20 für die Gäste aus dem Burgenland, die vor allem aus der Distanz hochprozentig verwerteten und sich immer weiter absetzten. Mitte des Viertels lagen die Gunners plötzlich 13 Punkte voran und die Partie drohte erneut zu kippen. Der SKN zeigte nun aber Herz und kämpfte sich bis zur Halbzeitpause nicht nur zurück, sondern ging sogar mit einer 1-Punkt-Führung in die Kabine (48:47).

Die ersten Minuten nach der Pause verliefen ähnlich umkämpft wie das Auftaktviertel. Beide Mannschaften stellten nun ihren Siegeswillen unter Beweis, was in vielen Fouls und Spielunterbrechungen resultierte – klassische Play-off-Atmosphäre also. Da keine Mannschaft konstant von der Freiwurflinie traf, tat sich nun am Scoreboard nur wenig. Vor dem entscheidenden Abschnitt lagen die Oberwarter wieder leicht voran (63:58). Nun kam wieder etwas mehr Schwung in die Partie. Die Niederösterreicher konnten einige Ballverluste erzwingen und wenige Minuten vor Schluss sogar mit plus 4 in Führung gehen. Doch die Oberwarter verwandelten weiter stark von der Dreierlinie und legten so in weniger als zwei Minuten einen 10:2-Run hin. Zwar versuchten die St. Pöltner in Folge noch einmal alles, aber die Gunners gaben die Partie nicht mehr aus den Händen. Endstand: 86:82 für Oberwart.

Jakob Wonisch, Spieler St. Pölten: „2:0 für Oberwart, wir sind jetzt eindeutig unter Zugzwang. Wir müssen jetzt drei Spiele hintereinander gewinnen. Ich denke, wir haben heute ein paar Sachen richtig gemacht, vor allem haben wir bis zum dritten Viertel nicht total geschlafen, jetzt müssen wir nur das Finish besser machen.“

Lukas Böck, Spieler St. Pölten: „Oberwart hat wieder ein knappes Spiel gewonnen, es war wie erwartet, eine harte, physische Partie. Die erste Halbzeit war relativ ausgeglichen. Sie haben gut getroffen, wir haben dagegengehalten. In der zweiten Halbzeit sind wir durch viele Unterbrechungen etwas ins Stocken gekommen. Wir haben die Freiwürfe leider wieder einmal nicht sehr gut verwerten können. Der Teufel lag wieder im Detail, es waren zum Schluss wieder wichtige Würfe nicht zur richtigen Zeit nicht drinnen. Obwohl Jakob Wonisch dann noch ein paar gute Dreier getroffen hat. Aber es hat eine Kleinigkeit gefehlt zum ersten Play-off-Sieg.“

Quincy Diggs, Spieler Oberwart: „Die St. Pöltner sind Kämpfer, so wie wir. Das zeigt sich am Feld. Sie geben nie auf, es wird also schwierig, die Serie im nächsten Spiel zu beenden. Respekt an St. Pölten, das wird hart.“

Edi Patekar , Spieler Oberwart: „In der ersten Halbzeit waren wir übermotiviert, zu viel Selbstvertrauen vom ersten Match. Wir haben das nicht ernst genommen und definitiv nicht das exekutiert, was wir uns vorgenommen haben in der Offense. Wir hatten keine Struktur, auch nicht in der Defense. Das war eigentlich nur eine Charaktergeschichte. Wir sind dahergekommen und dachten, es wird leicht. Es war dann das komplette Gegenteil. In der zweiten Hälfte sind wir dann mit einer schwierigen Situation – viele Foulpfiffe, kein Rhythmus – gut umgegangen, haben viel besser in der Offense exekutiert und waren auch am Rebound viel besser. Im Endeffekt hat das dann für den Sieg gereicht.“

Beste Werfer: Böck und Wonisch je 21, Cutuk 11, Ferguson und Oikonomopoulos je 10 bzw. Käferle 23, Poljak 16, Fiodorovas 13.