Wichtiger Sieg im Kampf um die Top 6

Raiffeisen Flyers Wels vs. SKN St. Pölten Basketball

83:85 (25:16, 50:34, 58:59)

Mittwoch, 17.30 Uhr – Raiffeisen Arena, Wels

 

Beim Oberösterreich-Derby musste Davor Lamesic noch verletzt raus, für das wichtige Spiel gegen St. Pölten wurde der Welser Routinier aber rechtzeitig fit. Und wie! Gemeinsam mit Elvir Jakupovic sorgte Lamesic für einen 9:0-Start der Flyers, die von Beginn an zeigten, dass sie diese Partie gewinnen wollen. Der SKN tat sich schwer, kam mit der aggressiven Defense des Gegner nicht zurecht – und lag schon nach etwas mehr als sieben Minuten 6:23 zurück. Weil Kostas Oikonomopoulos und Omar Krayem ein paar Würfe trafen, fanden die Gäste in die Spur. Sie schlugen mit einem Run zurück und verkürzten zwischenzeitlich auf 24:30. Ein Andjelkovic-Dreier leitete aber die nächste starke Phase der Welser ein, die sich bis zur Halbzeit wieder einen 16-Punkte-Polster erspielen konnten.

Nach der Pause änderte sich der Charakter des Spiels aber komplett. Wels konnte seine Angriffe überhaupt nicht mehr exekutieren, während sich St. Pölten Punkt um Punkt an die Flyers heran sog. Im gesamten dritten Viertel erzielte Wels nur einen einzigen Feldkorb. So schaffte es der SKN dann sogar, mit Minimalvorsprung in den Schlussabschnitt zu gehen. Und die letzten zehn Minuten waren umkämpft. Wels legte immer vor, St. Pölten zog nach. Selbst als Wels 53 Sekunden vor Schluss auf 83:77 stellte, steckte der SKN noch nicht auf. Drei Freiwürfe von Lukas Böck und ein Oikonomopoulos-Dreier glichen die Partie 29 Sekunden vor Schluss aus. Nachdem Jan Razdevsek einen Turnover produzierte, hatte St. Pölten den letzten Wurf. Und es geschah, was geschehen musste: Wie so oft behielt der SKN am Schluss die Nerven. Lukas Böck zog in die Zone, fand dort Logan Schilder, der eiskalt mit dem Buzzer zum 85:83-Sieg traf.

Sebastian Waser, Head Coach Wels: „Gratulation an St. Pölten.“

Davor Lamesic, Spieler Wels: „Gratulation an St. Pölten. Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit aus der Hand gegeben. St. Pölten hat am Ende etwas glücklich, aber wahrscheinlich auch verdient gewonnen.“

Andreas Worenz, Head Coach St. Pölten: „Wir haben die erste Halbzeit ziemlich verschlafen sind dann aber aggressiv aus der Pause gekommen. Am Schluss haben wir Moral gezeigt und den unglaublich wichtigen Sieg geholt.“

Lukas Böck, Spieler St. Pölten: „Wels hat wie gewohnt hart gespielt, uns sehr oft in Bedrängnis gebracht und zu Fehlentscheidungen gezwungen. Am Schluss haben wir natürlich ein paar glückliche Würfe getroffen, das hätte auch in die andere Richtung ausgehen können.“  

Beste Scorer: Lamesic 24, Ray 15, Razdevsek 10 bzw. Krayem 19, Böck, 16, Oikonomopoulos, Cutuk je 14.