Sieg im Wolfsduell

Vienna D.C. Timberwolves vs. SKN St. Pölten Basketball

71:75 (15:25, 25:41, 47:54)

Dienstag, 19 Uhr – Wolves Dome, Wien 

Für St. Pölten lautet das Saisonziel klar, die Platzierungsrunde zu erreichen. Dass die Timberwolves am Weg dorthin ein Stolperstein sein können, haben sie in der Hinrunde bereits einige Male unter Beweis gestellt. Unter Beweis gestellt haben die Wiener auch, dass sie den Spielbeginn gerne einmal verschlafen und so ging auch das Auftaktviertel klar an die St. Pöltner (25:15), die vor allem vom Dreier kaum zu bremsen waren. Zwar kühlten die Niederösterreicher im zweiten Abschnitt etwas ab, aber der Vorsprung des favorisierten SKN blieb durchgehend zweistellig. Beim Stand von 41:25 hatten die Niederösterreicher zur Pause bereits einen komfortablen Vorsprung.

Doch die Wölfe sind mittlerweile auch für furiose Aufholjagden in Hälfte zwei bekannt – so auch am Dienstag, als sie mit einem 11:2-Lauf aus der Kabine kamen und drei Distanzwürfe in weniger als zwei Minuten einnetzten. Zwar konnte sich die Gastmannschaft im Anschluss etwas fangen, aber die Wiener trafen nun weiter hochprozentig vom Dreier, sodass sie vor dem Schlussviertel nur mehr sieben Punkte zurücklagen. Als Vienna dort vier Minuten vor Ende plus eins in Führung ging, lag die Sensation in der Luft. Lukas Böck und Logan Schilder übernahmen nun aber Verantwortung für den SKN und ließen sich beim Zug zum Korb mehrmals hintereinander nicht durch die Gastgeber stoppen. Mit 75:71 rettete St. Pölten somit einen knappen Sieg.

Hubert Schmidt, Head Coach Timberwolves: „Schade. Am Ende war das etwas unglücklich, als wir bei minus zwei fast einen Stopp hatten, dann aber den Ball nicht sichern konnten. Da hätten wir ausgleichen können. Die zweite Halbzeit war super, die erste Halbzeit war leider zum wiederholten Male zu wenig aggressiv, zu energielos. Da bekommen wir dann auch nicht den Respekt – wahrscheinlich zurecht. Man hat aber wieder gesehen, was wir draufhaben, aber wir müssen das halt über 40 Minuten zeigen.“

Jonas John, Spieler Timberwolves: „Erste Halbzeit zu wenig Energie. Die zweite Halbzeit war richtig gut, am Ende hat es leider nicht gereicht.“

Andreas Worenz, Head Coach St. Pölten: „Die zweite Hälfte haben wir komplett verschlafen. Ich habe in der Halbzeit gesagt, jetzt müssen wir aufpassen. Die Timberwolves sind ein Shooting-Team, die können schnell innerhalb von ein paar Minuten zurückkommen. Da sind wir dann leider gestraft worden. Aber am Schluss haben wir die Nerven behalten und für uns ist es ein ganz ein wichtiger Sieg im Kampf um die Top-Sechs.“

Roman Jagsch, Kapitän St. Pölten: „Die Timberwolves haben uns das Leben schwer gemacht beim Vordribbeln. Wir hatten viele Turnover, sie haben viele Würfe getroffen. Dann ist es nochmal spannend geworden. Gott sei Dank hat dann Lukas Böck das Heft in die Hand genommen und uns das Spiel gewonnen.“

Beste Scorer: Jonas John 18 (10 Reb), Jakob Szkutta und Paul Rotter je 15, Nemanja Nikolic 11 bzw. Florian Trmal 19, Jakob Wonisch und Logan Schilder je 14, Zvonimir Cutuk 8.