Bitter Heimniederlage gegen Kapfenberg

SKN St. Pölten Basketball vs. Kapfenberg Bulls

53:72 (17:11, 30:33, 46:47)

Samstag, 17.30 Uhr – bet-at-home Arena, St. Pölten

Bei der Rückkehr von Bulls-Spielmacher Thomas Schreiner zu seinem Heimatklub St. Pölten taten sich die Teams offensiv zunächst schwer. Nach über drei Minuten stand es erst 2:2, ehe der SKN langsam seinen Wurfrhythmus fand und Kapfenberg-Coach Mike Coffin nach etwas mehr als fünf Minuten zum ersten Time-Out zwang. So richtig in Fahrt kamen die Bulls aber noch nicht. Nur elf Punkte gelangen dem Meister im ersten Viertel (17:11), nach der ersten Pause wurde Kapfenberg aber immer besser. Nicht einmal vier Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, bis die Gäste die Führung übernahmen – vor allem, weil sie defensiv eine ausgezeichnete Leistung zeigten. Zur Pause lagen sie in einem Lowscore-Game mit 33:30 in Front.

Am Charakter des Spiels änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nichts. Die Defensivreihen standen weiterhin sicher und rotierten gut, die Wurfquoten blieben niedrig. Und obwohl man meistens das Gefühl hatte, die Bulls würden die Partie kontrollieren, konnten sie sich nicht absetzen. Als Dejan Cigoja zu Beginn des Schlussabschnitts per Dreier auf 50:46 stellte und St. Pölten im Gegenzug einen Turnover produzierte, lag eine kleine Vorentscheidung in der Luft. Und so war es auch. Kapfenberg zog die Schrauben in der Defense noch einmal an und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Als Eric McClellan per Dreier auf 66:53 stellte, war die Weihnachtsmesse gelesen. Schlussendlich feierten die Bulls einen verdienten 72:53-Sieg, es war der fünfte in Folge, durch den sie auch in der Tabelle an St. Pölten vorbeizogen.

Zvonimir Cutuk, Spieler St. Pölten: „Gratulation an Kapfenberg. Wir haben drei Viertel lang sehr gut gespielt, im letzten Abschnitt haben wir dann etwas den Fokus verloren. Wir müssen uns jetzt auf die Timberwolves fokussieren, um den wichtigen Sieg holen zu können.“

Kostas Oikonomopoulos, Spieler St. Pölten: „Wir wussten, dass das ein schweres Spiel wird. Kapfenberg ist mit Thomas Schreiner eine sehr starke Mannschaft. Uns ist am Ende das Gas ausgegangen. Jetzt konzentrieren wir uns voll auf das nächste Spiel.“

Alex Herrera, Spieler Kapfenberg: „Erste Halbzeit war das ein harter Kampf für uns, aber vor allem im Schlussviertel haben wir die Intensität noch einmal nach oben schrauben können. Nächste Woche müssen wir einige Dinge besser machen.“

Eric McClellan, Spieler Kapfenberg: „Wir haben defensiv eine sehr gute zweite Halbzeit gespielt. Wir haben ein extrem gutes Team, wir sind zwar noch nicht dort, wo wir sein wollen. Aber das ist eine gute Sache. Weil wir gewinnen.“

Beste Scorer: Cutuk 14, Oikonomopoulos 11, Jagsch 10 bzw. Herrera 22, Turner 16, Schreiner 14.