Niederlage gegen Gmunden

In der Partie Swans Gmunden gegen den SKN St. Pölten Basketball war es am Sonntag bis zur letzten Sekunde spannend. Die Niederösterreicher, die ohne ihren Top-Scorer Kelvin Lewis antreten mussten, lieferten dem Favoriten vom Traunsee einen harten Kampf, der mit dem etwas glücklicheren Ausgang für die Heimmannschaft endete.

 

Swans Gmunden vs. SKN St. Pölten Basketball

77:74 (24:23, 46:42, 61:61)

Sonntag, 17.30 Uhr – Volksbank Arena, Gmunden

 

Gmunden untermauerte zuletzt seinen Status als eine der Top-Mannschaften der bet-at-home-BSL. St. Pölten hingegen ist gerade erst frisch zurück von einer längeren Corona-Zwangspause. Die Oberösterreicher gingen also als Favorit in die Partie. Doch der SKN hat bereits vergangene Saison bewiesen, dass er am Traunsee überraschen kann und so ließen sich die Niederösterreicher auch am Sonntag nicht abschütteln. Im Gegenteil erwischte St. Pölten sogar den etwas besseren Start, Gmunden sammelte sich jedoch rasch und es entwickelte sich bis Viertelende eine äußerst ausgeglichene Partie mit mehreren Führungswechseln. Mit 24:23 ging der erste Abschnitt an die Heimmannschaft. In Viertel zwei waren es erneut die Gäste, die vorlegten, ehe die Swans kurz vor der Halbzeitpause wieder die Kontrolle übernahmen.

Während der SKN zuvor noch gut getroffen hatte, wollten speziell in den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel keine Würfe mehr fallen, sodass die Gmundner mit einer 46:42-Führung in die Kabine gingen.

 

Im dritten Abschnitt wirkte es kurzfristig so, als könnten sich die Oberösterreicher absetzen, doch Guard Roman Jagsch hielt seine St. Pöltner im Spiel. Speziell vom Dreier gelang beiden Teams in dieser Phase nur wenig, sodass beim Stand von 61:61 vor den finalen zehn Minuten noch alles offen war. Nun war es einmal mehr Daniel Friedrich, der in den entscheidenden Minuten Verantwortung für seine Swans übernahm. Der Point Guard steuerte neun seiner 29 Punkte im letzten Viertel bei, während die Gäste aus der niederösterreichischen Landeshauptstadt Nerven von der Freiwurflinie zeigten. Letztlich konnte Gmunden so einen knappen 77:74-Sieg erringen.

 

Enis Murat, Kapitän Gmunden: „Ein sehr stark umkämpftes Spiel. Wir wussten, dass es nicht leicht sein wird für uns gegen St. Pölten. Aber wir haben es trotz einiger Fehler am Schluss noch geschafft, gut zu verteidigen und haben dann doch verdient gewonnen.“ 

 

Stephon Jelks, Spieler Gmunden: „Es war ein super Sieg heute, aber auch ein schweres Spiel. Unsere Gegner mussten davor lange pausieren, das wussten wir. Trotzdem mussten wir fokussiert sein, was nicht gleich funktioniert hat – besonders beim Umstellen von der Defense auf die Offense. Aber wir haben den Sieg erkämpft.“.“

 

Andreas Worenz, Head Coach St. Pölten: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, wir haben wirklich 40 Minuten lang gekämpft. Am Ende hatten wir leider durch einen Fehler – der nicht von uns war – nicht mehr die Chance zum Ausgleich. Schade. Aber wir werden die nächsten Wochen an den Details arbeiten und dann hoffentlich das nächste Mal mit einem Sieg nachhause fahren.“

 

Florian Trmal, Spieler St. Pölten: „Super Spiel haben wir gehabt, aber Gratulation auch an Gmunden. Ich will jetzt nicht sagen, dass sie verdient gewonnen haben, aber am Schluss war das Glück halt auf ihrer Seite. Sie haben sehr sehr gut verteidigt, die offenen Würfe getroffen und systematischer gespielt in der Offense. Ich würde sagen, das ist das, was uns schlussendlich 'das Gnack brochn' hat. Aber ich glaube, wir lernen daraus. Wir müssen jetzt erst wieder Stück für Stück zurückkommen, wir haben ja einige Spielpausen gehabt. Ich glaube, wir können hier aber gut ansetzen im Cup am Donnerstag.“

 

Beste Scorer: Daniel Friedrich 29, Enis Murati 18, Toni Blazan 11 bzw. Zvonimir Cutuk und Jakob Wonisch je 14, Florian Trmal und Kostas Oikonomopoulos je 11, Roman Jagsch 10.