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Hart erkämpfter Sieg gegen Wels


SKN St. Pölten Basketball vs. Raiffeisen Flyers Wels

75:71 (23:19, 42:41, 55:59)

Donnerstag, 17.30 Uhr – Sport.Zentruum NÖ, St. Pölten

 

St. Pölten lag vor dem Duell mit den Flyers aus Wels auf dem fünften Tabellenplatz, die Oberösterreicher folgten auf Platz sechs gleich dahinter. Auch konnten beide Mannschaften mit Kapfenberg und Oberwart zuletzt zwei absolute Top-Klubs schlagen. Beste Voraussetzungen also für die Feiertagspartie in der niederösterreichischen Landeshauptstadt. Den etwas besseren Start erwischten die Gäste, die in den ersten Minuten eines anfänglich von hohem Tempo geprägten Spiels stets knapp voran lagen. Der SKN, der nicht nur das Heimpublikum im Rücken, sondern dank einer fünf Spiele andauernden Siegesserie auch viel Selbstvertrauen hatte, ließ sich davon aber nicht verunsichern.

 

Trotz anfänglicher Unkonzentriertheiten sorgte Kapitän Roman Jagsch eine Minute vor Viertelende mit einem Dreier für die erste Führung der St. Pöltener. Als Kelvin Lewis wenig später ebenfalls einen Dreier versenkte, wurde es im Sport.Zentrum NÖ erstmals richtig laut.

Bei 23:19 für die Truppe von Coach Andreas Worenz ging es ins zweite Viertel. Die machte genau weiter, wo sie aufgehört hatte und zwar mit Treffern aus der Distanz. Bei 31:23 war Wels-Coach Sebastian Waser daher zu einer Auszeit gezwungen. Diese zeigte nicht nur defensiv Wirkung, sondern auch im Angriff lief es aus Sicht der Gäste nun deutlich besser. Ein 12:2-Run bestehend aus einem Davor-Lamesic-Layup, zwei krachenden Dunks und zwei Dreiern, brachte die Flyers wieder in Führung. Diese erkämpften sich die St. Pöltner bis zur Halbzeitpause zwar hauchdünn zurück, bei 42:41 für die Heimmannschaft war aber alles offen. 

Der SKN eröffnete Halbzeit Nummer zwei mit schnellen fünf Punkten, doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Denn die Welser wurden nun zunehmend stärker und dank solider Verteidigung führten die Oberösterreicher ab Mitte des Abschnitts durchgehend.

 Im Schlussviertel ging es zuerst in ähnlicher Manier weiter. Die von Routinier Davor Lamesic angeführten Gäste lagen bis zu sieben Punkten voran. Doch einige wilde Treffer, der vom Heimpublikum angepeitschten St. Pöltner ließen diesen Vorsprung bis drei Minuten vor Spielende auf einen Punkt schmelzen. Als der SKN dann in der finalen Phase auch noch auf Zone umstellte, geriet der Flyers-Motor endgültig ins Stottern. Kurz darauf gelang den Niederösterreichern der Ausgleich und nur wenig später rissen sie die Führung an sich, die sie sich bis zum Ablauf der Uhr auch nicht mehr nehmen ließen. Endstand 75:71 für St. Pölten und damit der sechste Sieg in Folge. 

  

Florian Trmal, Spieler St. Pölten: „Gratulation an unsere Mannschaft. Wir werden jedes ein Spiel eine Spur besser, sowohl in der Defense als auch in der Offense. Es ist immer einer da, der die Würfe trifft. Wir wechseln uns quasi ab. In der Mannschaft rennts einfach gut. Die Systeme spielen wir aus und kriegen offene Würfe. In der Defense hauen wir uns rein, kämpfen und halten zusammen. Und deshalb kann man gar nicht sagen, dass wir heute eine Strategie gehabt haben. Wir sind einfach als Team so stark, dass uns – glaube ich – die oberen Teams ernstnehmen müssen. Ich glaube, mit dem Sieg heute haben wir die Playoffs fixiert. Nochmal Gratulation an die Mannschaft. Ich freue mich auf 2020, wir werden anschließen an das Spiel heute.“

 

Philip Jalalpoor, Spieler St. Pölten: „Ein hart umkämpftes Spiel. Kompliment an die Welser, die hergekommen sind und uns das Leben richtig schwer gemacht haben. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir dann aggressiver gespielt, ihre Intensität gematcht und am Ende haben wir das gut nachhause gebracht. Aber auch Kompliment an die Welser.“

 

Sebastian Waser, Head Coach Wels: „Gratulation an St. Pölten. Sie waren heute in einem nicht wirklich sehenswerten Spiel die etwas bessere und zum Schluss auch glücklichere Mannschaft. Leider haben wir wieder gegen die Zonen-Defense im vierten Viertel ein riesiges Problem gehabt.”

 

Tilo Klette, Spieler Wels: „Das war heute ein holprige Anfangsphase. Dann kam St. Pölten ganz gut ins Laufen. Dann kamen wir wieder ganz gut zurück, haben eigentlich das Spiel kontrolliert. Aber gegen ihre Zone haben wir dann wieder den Faden verloren und St. Pölten letztendlich gewonnen.“ 

 

Beste Scorer: F. Trmal 28, P. Jalalpoor 16 (11 Ass), R. Jagsch 12 bzw. D. Lamesic 17, D. Jackson Jr. 14, J. Ray 10 (9 Reb). 

 

 

Quelle: basketballaustria.at