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SKN gewinnt in Gmunden

Swans Gmunden vs. SKN St. Pölten Basketball
76:82 (25:22, 43:44, 57:62)
Sonntag, 17.30 Uhr – Volksbank Arena, Gmunden

Ein Kracher wartete zum Abschluss der Runde. St. Pölten, für viele das Überraschungsteam der Liga, reiste nach dem überzeugenden Sieg gegen Kapfenberg an den Traunsee. Doch trotz einer scheinbar nicht enden wollenden Verletzungsserie gelten die traditionell heimstarken Gmundner in eigener Halle so gut wie immer als Favorit. Die Gäste aus Niederösterreich erwischten dennoch den etwas besseren Start. Vor allem vom Dreier zeigte sich das Team von Coach Andreas Worenz treffsicherer als die Swans. Mit einem 12:0-Run zeigte die Heimmannschaft, dass sie auch ohne Kapitän Enis Murati, der aufgrund eines Nasenbeinbruchs ausfiel, offensiv brandgefährlich sein kann. Der SKN gab sich jedoch unbeeindruckt. Mit einem Dreier zu Viertelende ließ Kelvin Lewis den Rückstand seiner Mannschaft auf nur drei Punkte schrumpfen (22:25). Das Spieltempo blieb auch im zweiten Abschnitt hoch. Lewis traf für die niederösterreichischen Landeshauptstädter aus allen Lagen und kam nahezu nach Belieben zum Korb. Doch auch die Swans konnten offensiv Akzente setzen. Nach 15 gespielten Minuten war bei 36:36 somit alles offen. An dem knappen Spielstand änderte sich bis zu Pause kaum etwas und bei 44:43 ging es in die Kabine.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit drosselten beide Teams das Tempo etwas, was vor allem den von Verletzungssorgen geplagten Oberösterreichern zu Gute kam. Benedikt Güttl sprang als Scorer für Murati in die Presche. Mit zwei Dreiern sorgte der Ex-Traiskirchner für eine knappe Führung. Am Ende des Viertels waren es aber wieder die Gäste aus Niederösterreich, die im Zuge eines 12:0-Laufs eine knappe 62:57 an sich rissen. Im finalen Abschnitt setzte SKN-Spielmacher Philip Jalalpoor rasch mit zwei Dreiern nach und St. Pöllten zog erstmal zweistellig davon. Toni Blazan und Daniel Friedrich antworteten mit Distanzwürfen für die Heimmannschaft und plötzlich war die Partie wieder offen. In den Schlussminuten konnte sich St. Pölten und allen voran Big Man Marko Kolaric einige wichtige Offensiv-Rebounds erkämpfen und so den nächsten Überraschungssieg in trockene Tücher bringen. Endstand: 82:76 für den SKN. 

Aleksi Koskinen, Assistant Coach Gmunden: Wir haben als Team hart gekämpft. Jeder hat alles gegeben, aber wir haben den Ball nicht so gut geworfen wie normalerweise. Wir haben am Ende zwar die freien Würfe bekommen, die wir wollten, aber nicht getroffen. Dazu kam, dass wir im vierten Viertel sieben Offensiv-Rebounds zugelassen haben. Dafür haben sie uns bestraft. Wir haben so hart gekämpft, wie wir konnten. Aber diesmal waren wir nicht im Stande, das Spiel am Ende noch zu drehen.“

Daniel Friedrich, Spieler Gmunden: „Es war ein schweres Spiel für uns mit dieser Ausgangssituation und wir haben gekämpft und das Spiel lange offen gehalten. Aber um zu gewinnen, haben wir schlussendlich einfach zu wenige Würfe getroffen und im vierten Viertel auch zu viele Offensiv-Rebounds zugelassen. Wir haben hart gekämpft, aber das hat heute nicht gereicht.“ 

Andreas Worenz, Head Coach St. Pölten: „Es ist verdammt schwer in Gmunden zu gewinnen. Deshalb ist dieser Sieg doppelt so schön.” 

Kelvin Lewis, Spieler St. Pölten: „Das ist definitv ein großer Sieg für uns in einem schwierigen Umfeld, immerhin ist Gmunden jedes Jahr eines der stärksten Teams der Liga. Wir kamen ins Spiel und haben unser Bestes gegeben und wirklich hart für diesen Sieg gearbeitet.“ 

Beste Scorer: B. Güttl 20, T. Blazan 18, D. Friedrich 14 bzw. P. Jalalpoor 28, K. Lewis 18, M. Kolaric 14

 

Quelle: basketballaustria.at