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Wölfe fertigen die Bulls ab


SKN St. Pölten Basketball vs. Kapfenberg Bulls

89:69 (21:24, 39:28, 65:48)

Sonntag, 17.30 Uhr – Sport.Zentrum NÖ, St. Pölten

 

 

Tabellenplatz vier gegen Tabellenplatz fünf lautete das mit Spannung erwartete Duell zwischen dem steirischen Meister und dem niederösterreichischen Aufsteiger am Sonntag. Vor Saisonbeginn hätte wohl niemand darauf getippt, dass der SKN auf Anhieb derart gut in der ADMIRAL Basketball Superliga Fuß fassen würde. Andererseits war durchaus davon auszugehen, dass Titelverteidiger Kapfenberg mit seinen vielen neuen Legionären etwas Zeit brauchen würde, um das Niveau der Vorsaison zu erreichen. In den letzten Wochen lief es aber bei beiden Teams schon richtig rund und so starteten beide Teams auf einer Augenhöhe in die Sonntagspartie.

 

Nach einem starken defensiven Einstand im Cup-Spiel am Mittwoch zeigte der neuverpflichtete Bulls-Guard Eric McClellan, dass er auch im Angriff einiges beisteuern kann. Mit sieben Punkte in Folge sorge er zu Viertelende für eine knappe 24:21-Bullen-Führung. In Viertel zwei riss der Faden bei der Coffin-Truppe dann allerdings komplett. Angeführt vom Guard-Duo Kelvin Lewis und Philip Jalalpoor spielten die St. Pöltner ihre Gäste komplett an die Wand. Während die Kapfenberger von außen gar nichts trafen, bewegten der SKN den Ball und kam immer wieder zum Abschluss. 18:4 für die Niederösterreicher endete das Viertel, bei 39:28 für die Heimmannschaft ging es somit in die Halbzeitpause. 

 

Diese änderte aber wenig am Spielverlauf. Zwischenzeitlich führten die Niederösterreicher sogar schon um 20 Punkte. Vor allem die unterirdische Quote von der Dreierlinie und einige uncharakteristische Ballverluste machten den Bullen das Leben schwer. Der SKN trug mit seiner Zonen-Verteidigung aber wesentlich dazu bei. Bei 65:48 für St. Pölten vor dem Schlussabschnitt wirkten die Steirer Gäste zeitweise regelrecht planlos. Da die Coffin-Truppe im Laufe des Abends zunehmend die defensive Disziplin vermissen ließ, konnten sich die Niederösterreicher rasch auf plus 25 absetzen und damit für die Vorentscheidung sorgen. Endstand: 89:69. 

 

Roman Jagsch, Kapitän St. Pölten: „Unglaubliches Spiel von uns. Wir haben sehr diszipliniert gespielt vom Anfang bis zum Ende. Das direkte Duell haben wir auch gewonnen, also alles in allem ein perfekter Abend.” 

 

Nico Kaltenbrunner, Spieler St. Pölten: „Nach einer guten Trainingswoche haben wir die Intensität auf das Spielfeld gebracht. Wir haben von Anfang an gewusst, es wird ein schweres Spiel, haben aber als Team gut zusammengespielt. Wir hätten nicht erwartet, dass es so ausgeht. Aber wir haben bis zum Schluss gekämpft und sind extrem stolz.“ 

 

Bogic Vujosevic, Kapitän Kapfenberg: „Schlechte Leistung von uns. Wir waren nicht bereit für das Spiel. Es fehlte an Einsatz und Konzentration. Für die St. Pöltner Zonen-Defense haben wir keine Lösung gefunden. Sie wollten den Sieg heute einfach mehr als wir und das darf sich nicht wiederholen. Wir müssen daraus lernen.” 

 

Jeremy Jones, Spieler Kapfenberg: „Wir waren heute nicht bereit. Wir haben als Team gelernt, dass wir immer bereit sein müssen, egal gegen wen wir spielen. Wir haben gesehen, was passiert, wenn wir das nicht tun und das ist inakzeptabel. Wir müssen jetzt daraus lernen nächstes Spiel besser sein.“

 

Beste Scorer: K. Lewis 28, P. Jalalpoor 18, M. Kolaric 14 (10 Reb) bzw. E. McClellan 20, B. Vujosevic 19, J. Jones 13

 

 

Quelle: basketballaustria.at