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Souverän in der nächsten Cup Runde


Mistelbach Mustangs vs. SKN St. Pölten Basketball

65:87 (18:22, 29:43, 42:69)

Mittwoch, 19 Uhr – Sporthalle Mistelbach

 

Ein Niederösterreich-Derbys gab es im Cup-Duell zwischen St. Pölten und Mistelbach. Gewissermaßen eine Neuauflage, immerhin begegneten sich die beiden Teams letztes Jahr noch in der Zweiten Bundesliga, also der jetzigen B2L. Nach ihrem Aufstieg in die ADMIRAL Basketball Superliga – und vor allem den dort bisher gezeigten Leistungen – ging der SKN aber als klarer Favorit in die Partie.

 

Dementsprechend überraschend war der Start in das Cup-Duell, in dem die Mustangs rasch 5:0 führten. Die Landeshauptstädter schalteten danach aber einen Gang hoch und stellten in den nächsten Minuten auf 19:6 aus ihrer Sicht. Vor allem defensiv erhöhte die Truppe von Coach Andreas Worenz den Druck und zwang die Weinviertler so zu Ballverlusten. Ein Timeout von Mistelbach Trainer Martin Weissenböck brachte wieder etwas Ruhe in die Partie, sodass die Mustangs ihren Rückstand bis Viertelende auf 18:22 verkürzen konnten.

 

In Viertel zwei spielten offensiv lange nur Gäste aus St. Pölten. Zwischenzeitlich führten die Favoriten somit schon um 18 Punkte, ehe sich die Mistelbacher etwas fingen und bis zur Halbzeitpause den Rückstand 14 (29:43) reduzieren konnten. 

 

Die zweite Hälfte ging in ähnlicher Gangart weiter. Vor allem auf das SKN-Flügelgespann Lewis – Jalalpoor – Trmal fand die Heimmannschaft keine Antwort. Obwohl die personell stark dezimierten Mustangs weiter kämpften, war mit Ende des dritten Viertels und einem Stand von 69:42 für St. Pölten bereits die Vorentscheidung gefallen. In den letzten zehn Minuten war bei dem B2L-Team endgültig die Luft draußen. St. Pölten nutzte diesen Umstand und setzte den gesamten Kader ein. Mit 87:65 setzten sich die Favoriten schlussendlich eindeutig durch. 

 

Beste Scorer: I. Prachar 15 (9 Reb), M. Girschik 13, M. Nakic 12 bzw. F. Trmal und P. Jalalpoor je 16, K. Lewis und N. Kaltenbrunner je 13, M. Kolaric 11

 

Maximilian Girschik, Spieler Mistelbach: „Als wir angefangen haben, war klar, wie schwer es mit sieben Spielern wird. Wir haben gerade wirklich ein Pech, von 13 sind heute 7 übrig geblieben. Wir haben im ersten Viertel ganz gut mitgehalten, haben aber dann den Unterschied zum Erstligisten gemerkt, sind müde geworden und das hat sich klar ausgewirkt. Es war aber eine gute Erfahrung für uns – fast alle unter 20, Ivo (Prachar, Anm.) ausgenommen.“ 

 

Marinko Nakic, Spieler Mistelbach: „Wir können stolz sein, da wir heute sehr limitiert in unserer Rotation waren. Trotzdem haben wir eine ganz gute Partie geliefert. Es ist immer schwer, gegen ein Erstligateam zu spielen. Doch wir können viel daraus lernen und müssen nach vorne schauen, damit wir am Samstag mit der nötigen Intensität gegen KOS antreten.“

 

Andreas Worenz, Head Coach St. Pölten: „Phasenweise haben wir guten Basketball gespielt, einige Phasen waren nicht so gut, wir haben den Fokus verloren. Dennoch war es ein ungefährdeter Sieg.” 

 

Roman Jagsch, Spieler St. Pölten: „Wir haben von der ersten Sekunde Mistelbach Ernst genommen. Im dritten Viertel konnten wir einen guten Vorsprung herausholen, und so haben wir den jungen Spielern auch die Chance gegeben, Einsatzzeit zu sammeln.“ 

 

Quelle: basketballaustria.at