Basketballstandort St. Pölten – Im Jahr 1955 wurde St. Pöltens erster Basketballverein gegründet: UKJ St. Pölten. 1980 gelang unter Coach Hubert Schreiner (später auch Basketball-Teamchef), welcher den Verein bereits als Spieler in die B-Liga führte, erstmals der Aufstieg in die Bundesliga A (im darauffolgenden Jahr folgte allerdings der sofortige Wiederabstieg). In weiterer Folge zeichnete sich der Verein vor allem durch eine hervorragende Jungendarbeit aus. Dieter Nusterer, Christian Bauer und Alfred Muschik waren zu jener Zeit nur ein paar von vielen talentierten Eigenbauspielern, die in den nachfolgenden Jahren noch zu Erfolgsgaranten des Basketballsports in St. Pölten werden sollten. Schließlich konnte 1989 der abermalige, jedoch unerwartete Aufstieg in die A-Liga bejubelt werden. In den 90er Jahren wurde St. Pölten endgültig zu „der“ Basketball-Hochburg Österreichs. Der Höhenflug des Basketballsports in St. Pölten endete mit sechs Meistertiteln und drei Cupsiegen. Neben den Riesentalenten waren auch zahlreiche BasketballStars in St. Pölten aktiv – wie z. B. der Serbe Nedelko „Neno“ Asceric, Mike James (später NBA-Profi) oder der Ukrainer Serguei Orekhov. Der Basketball-Serienmeister wurde zum sportlichen Aushängeschild für die Landeshauptstadt und zu einem internationalen Vorzeigeklub. Der St. Pöltner Basketball hat 62 Europacupspiele zu Buche stehen. Der wohl spektakulärste Erfolg gelang im Oktober 1996 mit einem 71:51 beim litauischen Serienchampion Schalgiris Kaunas. Ein absolutes Highlight auf internationaler Bühne war auch die Begegnung mit Panathinaikos Athen (Europaliga-Gewinner

1996) am 21. Oktober 1997. 2.000 Zuschauer wollten das beste Klubteam, das jemals in Österreich antrat, in der polizeilich gesperrten Halle sehen.

Nach dem Abgang einiger Leistungsträger musste der sechsfache Österreichische Meister und dreifache Cupsieger nach 13 Jahren den Abstieg in die B-Liga hinnehmen. Anschließend konnte der St. Pöltner Basketball nicht mehr an die grandiosen Erfolge anschließen, weshalb der UKJ St. Pölten im Sommer 2007 seinen Spielbetrieb einstellen musste. Allerdings sollte es Herrenbasketball in der obersten Liga in St. Pölten weiterhin geben. UBC St. Pölten, ein auf Initiative des UKJ-Vorstandsmitgliedes und Ex-Bundesliga-Spielers Alfred Muschik neu gegründeter Verein, stieg 2007 sofort in die Herren-Bundesliga ein. Ziel des Vereins ist es, mit einem vorwiegend aus Österreichern bestehenden Team auf Korbjagd zu gehen. Aktuell hat der UBC St. Pölten rund 150 aktive Mitglieder und umfasst fünf Jugendmannschaften sowie eine Bundesliga-Mannschaft. Die letzten Jahre zeigten, dass der UBC St. Pölten definitiv zu den Topteams der 2. Basketball Bundesliga Österreichs zählt: u. a. Meister 2015/16 bzw. Vizemeister 2016/17 und 2018/19.

 

St. Pölten zählt zu einem der Top-Ausbildungsstandorte für Basketball in Österreich. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Bundesoberstufenrealgymnasium und dem Sportleistungszentrum St. Pölten ermöglicht denNachwuchstalenten eine professionelle sportliche Betreuung sowie eine sehr gute schulische Ausbildung. Durch nachhaltige Nachwuchsförderung soll ein kontinuierlicher Spielbetrieb in der höchsten österreichischen Spielklasse angestrebt werden.

 

Nach dem Vizemeistertitel in der Saison 2018/19 geht der UBC eine Kooperation mit dem Fußballteam SKN St. Pölten ein. Ab der Saison 2019/19 wird unter der Dachmarke SKN St. Pölten gespielt.